„Kaupangr? Was ist das denn? Ich dachte, das sei ein Schreibfehler!“ Mit diesen Worten wurden wir einmal von einer Marktvogtin bei der Zuteilung der Lagerfläche auf einem Markt begrüßt. Doch seid gewiss, es ist kein Schreibfehler! Kaupangr ist ein Begriff aus der altnordischen Sprache und heißt so viel wie „Markt- oder Handelsplatz“. Gleichzeitig wird so eine frühe Siedlungsform bezeichnet, bei der bereits Handwerker und Händler sesshaft waren, also nicht mehr von Hof zu Hof oder von Markt zu Markt zogen.

Mit Begeisterung widmen wir uns dem frühmittelalterlichen Handwerk und zeigen und erläutern dem geneigten Publikum auch gerne unsere Arbeit.

Da man die hergestellten Arbeiten dann auch tauschen oder erwerben kann, bilden wir auf den Märkten somit unser eigenes kleines „kaupangr“ und laden euch herzlich ein, uns auf den folgenden Seiten ein bisschen kennen zu lernen und uns gerne auf den verschieden Märkten persönlich zu besuchen!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen auf einem der Märkte oder in einem Museum!

Asrun und Aegir

Verkaufsstand

Wikinger-Handwerk

Bei der Darstellung frühmittelalterlichen Handwerks sind wir breit aufgestellt, sodass wir auch auf Wunsch von Markt- oder Museumsbetreibern flexibel sind und auf jeden Fall genügend im Angebot haben, es für den Besucher interessant zu machen.

Insgesamt können wir folgende darstellende Handwerke anbieten: Herstellung von Taschen aus Leder, Fell und Stoff, Lederpunzierung, Glasperlendrehen, Herstellung von Wikingerschmuck, Wikingerstricken, Bortenweben (Kammwebtechnik) und Nadelbinden.

lederpunzieren

Lederpunzieren

Punzieren ist eine uralte Verzierungstechnik, welche bereits bei den Ägyptern bekannt war. Ihre Hochzeit erlebte dieses Kunsthandwerk im frühen Mittelalter durch Verbreitung vom Orient nach Europa.

weben

Bortenweben

Auf den Mittelaltermärkten sieht man häufiger Personen, die Borten in Brettchenwebtechnik herstellen. Neben dieser Webtechnik ist jedoch auch die Kammwebtechnik durch Funde von Borten belegt.

nadelbinden

Nadelbinden

Nadelbinden ist eine Technik zur Herstellung von Kleidung, wie Mützen und Socken, mit Hilfe einzelner Fäden und einer großen Nadel. Dabei wird der Faden spiralförmig in Schlingenketten gebunden.

glasperlendrehen

Glasperlendrehen

Die Glasperlen werden auf einem Propangasbrenner in Handarbeit hergestellt. Dazu wird Glas erhitzt und um einen Metallstab gewickelt. Die so entstehende Perle kann dann noch verziert werden.

glasperlen

Wikingerschmuck

Aus den selbstgefertigten Glasperlen entstehen zusammen mit damals genutzten Edelsteinen sowie Repliken von Schmuckstücken aus Bronze oder Silber Hals- und Fibelketten.

wikingerstricken

Wikinger-Stricken

Neben dem Verarbeiten von dickeren Drähten zu Ringen, Armreifen und Gewandschließen, lassen sich mit dünneren Drähten Kettengeflechte für die Herstellung von Arm- und Halsketten produzieren.